Longboard-Tour – Tipps und Tricks zur Planung

Wer sich ein wenig mit Longboards auseinandersetzt und auch den Hype darum verfolgt, der wird mit Sicherheit nicht an der Youtube-Szene mit Unge oder Dner vorbeikommen. 2014 gab es die erste gemeinsame Longboard-Tour und hunderttausende Fans haben die Youtuber-Tour vor den Bildschirmen mitverfolgt. Würdet ihr auch gerne einmal eine solche Tour mit Freunden veranstalten? In diesem Artikel möchten wir euch verschiedene Tipps und Tricks geben für die eigene erfolgreiche Longboard-Tour.

Longboard TourBesonders wichtig für eine Longboard-Tour ist ihre Vorbereitung und Planung. Damit das Ganze für alle Beteiligten schnell und unkompliziert durchgeführt werden kann, empfehlen wir euch im Vorfeld ein Treffen zu vereinbaren. Dort könnt ihr die wichtigsten Fragen klären und die Aufgaben vor und während der Tour vereinbaren.

Eine WhatsApp-Gruppe wäre zur Unterstützung ebenfalls denkbar; wir würden aber erfahrungsgemäß davon abraten, die gesamte Planung über das Smartphone zu koordinieren. Oftmals liest dann nicht jeder alles und bleibt uninformiert zurück, Missverständnisse können auftreten und wenn es um die Aufgabenverteilung geht, ist es wesentlich einfacher die TEAM-Haltung (Toll, Ein Anderer Machts) einzunehmen. Nutzt die WhatsApp-Gruppe daher tendenziell eher für kleinere Absprachen oder Zwischenberichte.

Wenn euer Treffen schließlich steht, dann geht es um die Auflistung aller benötigten Dinge und die Festlegung wer sich um was kümmert. Hierzu bietet sich eine Checkliste an, bei der auch direkt vermerkt wird, wer den jeweiligen Punkt übernimmt. Eine solche Liste könnt ihr euch beispielsweise aus unseren vorgestellten Angaben herausschreiben und anschließend ergänzen. In Kürze werden wir euch aber auch eine solche Liste zum Download bereitstellen.

Zuvor solltet ihr euch folgende Fragen stellen:

  • Wieviele Leute nehmen an der Longboard-Tour teil?
  • Wo soll die Reise hingehen?
  • Wie lange werdet ihr für eure Tour voraussichtlich benötigen?

Das sind erst einmal die grundlegenden Fragen; diese sollten im Vorfeld geklärt sein, bevor weitere Planungsschritte unternommen werden. Weitere Fragen sowie Ansätze zu deren Beantwortung wären die folgenden:

Hat jeder ein funktionstüchtiges Longboard zu Hause?

Sollte die Antwort Ja sein, dann ist alles prima. Wenn nicht: In unseren Empfehlungen findet ihr mit Sicherheit ein Longboard, welches zu euren Bedürfnissen passt. Einfach mal reinschauen J

Gibt es Minderjährige in der Gruppe?

Prinzipiell sollte man eine solche Longboard-Tour mit mindestens einer volljährigen Person durchführen. Denn so gerne man bei einem solchen Event seine Freiheit genießen möchte: In Deutschland gilt nach wie vor eine Aufsichtspflicht, die es definitiv zu beachten gilt. Sucht euch eine vertrauenswürdige Person (falls ihr sie nicht ohnehin bereits gefunden habt) und bittet die Eltern der minderjährigen Teilnehmer um Erlaubnis. Auf diese Weise seid ihr immer auf der sicheren Seite.

Wie hoch soll das Budget sein?

Hier kommen wir zu einem wesentlichen Aspekt der Planung. Denn gerade bei etwas längeren Longboard-Touren mit komfortablen Übernachtungsmöglichkeiten wirkt sich das nun einmal auch auf den einzelnen Geldbeutel aus. Hier gilt es, die Einkommens- bzw. Vermögens-verhältnisse jedes Gruppenmitglieds festzustellen und daraufhin zu ermitteln, wieviel Geld euch für das ganze Vorhaben voraussichtlich zur Verfügung stehen wird. Unser Tipp: Beim Thema Geld Sensibilität zeigen! Schließlich gibt man nicht gerne zu, dass man maximal bereit wäre 50€ auszugeben, wenn jeder andere ganz locker mehr als 100€ investieren würde.

Lasst die Budgetfrage nicht zum Streitthema ausarten, sondern bemüht euch um Kompromisse. Wenn ein Gruppenmitglied zum Beispiel nicht so viel ausgeben möchte oder kann als andere, übernimmt dieser eben im Gegenzug beim Planungsvorgang eine etwas umfangreichere Aufgabe oder ist während der Tour in einem vorher festgelegten Bereich für die Gruppe verantwortlich (z.B. Verpflegung). Macht euch bewusst, für welche weiteren Aktivitäten Kosten anfallen und wie teuer eure Unterkünfte für die Nacht sowie für die Verpflegung sein werden. An dieser Stelle bietet es sich oftmals auch an, Preise zu vergleichen und so den Kostenaufwand für jeden Einzelnen zumindest ein wenig zu reduzieren.

Wie und wo sollen die Übernachtungen stattfinden?

Ebenfalls eine wichtige Frage, die in der Regel die größte Kostenfrage darstellt. Denn die Kosten können hierfür entsprechend teuer wie z.B. bei einer Hotelbuchung oder auch komplett gratis sein, wenn die Gruppe sich zum Beispiel für das Zelten entscheidet. Es muss aber auch nicht unbedingt gleich ein Hotel sein; sucht in den Durchgangsstationen nach Hostels oder Gasthäusern mit einer entsprechend ausreichenden Zahl an Betten.

Kleiner Tipp: Gerade bei kleineren Einrichtungen kann es sinnvoll sein, anzurufen und sich über die Gegebenheiten vor Ort zu informieren. Eine frühzeitige Ankündigung mit grobem Zeitraum ermöglicht meistens einen schnelleren und stressfreieren Ablauf.

Das Übernachten in der freien Natur kann dann in Erwägung gezogen werden, wenn ausreichend Zeltmontur für alle vorhanden ist. Im Idealfall hat der ein oder andere bereits Erfahrungen mit Zelten gesammelt.

Eine weitere Möglichkeit wäre aber auch der Einsatz von sozialen Medien, um eine passende Unterkunft für die Gruppe zu finden. Über Facebook-Gruppen oder Internetforen zu Longboards (bekanntestes Beispiel wäre http://forum.longboardz.de/forum.php) bieten immer mal wieder Longboard-Begeisterte ihre Gastfreundschaft an, um neue Kontakte zu knüpfen und sich gerne über das Thema auszutauschen. Dies kann entweder vollkommen kostenlos oder gegen ein verhältnismäßig kleines Entgelt angeboten werden; es lohnt sich also, die Augen offen zu halten!

Die Verteilung der Aufgaben

Wie du mittlerweile gemerkt hast, gibt es viele Dinge, die es bei der Planung zu beachten gilt. Um den Planungsvorgang schneller abschließen zu können und endlich mit der Longboard-Tour zu starten, bietet es sich an, die anfallenden Aufgaben in der Gruppe möglichst gerecht aufzuteilen. Aufgabe an alle: Sollte jemandem ein schlimmerer Unfall passieren, solltet ihr zwingend eure Krankenkassenkarte dabeihaben!

Beim Thema Essen sind wir einfach mal davon ausgegangen, dass die Verpflegung größtenteils vor Ort und durch das Budget abgedeckt wird. Eine Mitnahme bestimmter Lebensmittel ist aber ebenso denkbar; hierbei aber eben darauf achten, dass man nicht leicht verderbliches Essen mitnimmt! Eine mögliche Aufgabenverteilung könnte dabei wie folgt aussehen:

Aufgabe Zuständige Person
Verwaltung & Kalkulation des Budgets Niko & Dennis
Mögliche Routen zusammenstellen und Aktivitäten auf der Route suchen Selina & Mike
Buchung der Unterkünfte Marvin
Preisvergleich Paul
Videokamera zur Dokumentation und Notfallkoffer organisieren Maria
Haltbare Snacks machen bzw. besorgen Anja

Unser Tipp: Legt in eurer Gruppe eine Person fest, die neben seiner Aufgabe auch die Themen der anderen grob überwacht. Dazu gehört die Überwachung der zeitnahen Fertigstellung aller Aufgaben und das Weitergeben von Updates. Auch während der Tour gibt es ein paar Themen, um die sich jeder oder jeweils ein Einzelner kümmern sollte. Dazu gehören beispielsweise…

  • Der „mediale“ Verantwortliche (Videos und Bilder machen, an alle weiterleiten, ggf. in sozialen Medien teilen, …)
  • Der Herr für die Unterkunft (Check-In / Check-Out, Schlüsselverwahrung, Ansprechpartner für das Personal, idealerweise der / die Buchende)
  • Der Eventmanager (informiert sich über Aktivitäten auf der Route oder in den Zwischenstopps, verantwortlich für evtl. Anmeldungen zu Aktivitäten)
  • Der Catering Service (bereitet Essen für die Gruppe zu oder informiert über Verpflegungsmöglichkeiten auf der Route oder den Zwischenstopps)

Die Routenplanung

Bei unserem Planungsschema sind wir davon ausgegangen, dass die geplante Longboard-Tour sich über mehrere Tage hinweg erstreckt. Bei einem Tagesausflug hingegen fallen selbstverständlich diverse Punkte weg oder erfordern einen geringeren Umfang.  Entsprechend unterschiedlich fällt auch die Planung der Route aus:

  • Wieviele Zwischenstopps sollen enthalten sein?
  • Wie lange soll die tägliche Fahrt ungefähr dauern?
  • Welche Sehenswürdigkeiten sollen auf der Route besichtigt werden?

Einen kleinen Anhaltspunkt für diese Planung bekommt ihr auf der Webseite http://www.longboardstrecken.de/. Dort sind für jedes Bundesland empfehlenswerte Strecken aufgelistet. Die Auswahl erstreckt sich von kurzen Downhill-Parcours über Stadtrundfahrten bis hin zum regionalen ländlichen Ausflug. Eine fertige Strecke für eine mehrtägige Longboard-Tour wird sich hier zwar nicht finden lassen, allerdings bietet die Seite viele Inspirationen und Vorschläge, die ihr in eure Route einfließen lassen könnt.

Sollte für eure Gegend keine passende Route dabei sein und ihr benötigt trotzdem einen Rat, dann macht es am meisten Sinn, passende Facebook-Gruppen oder Foren zu suchen und einfach mal die Community zu befragen. Mit Sicherheit wird sich dort jemand finden, der ein paar wertvolle Tipps und Anregungen für eure eigene Route zum Besten geben kann. Alternativ findest du in einem weiteren Ratgeber-Artikel weitere Ideen und Vorschläge für die richtige Longboard Strecke.

Unser Fazit:

Halten wir abschließend noch einmal fest: Die Planung einer Longboard-Tour erfordert für einen schnellen Ablauf ein konstruktives Vorgehen, eine faire Aufgabenverteilung und eine entsprechende Einigung untereinander bezüglich der Unterkunft, des Budgets und der Aktivitäten während der Tour. Die richtige Kommunikation in der Gruppe ist dabei von immenser Bedeutung. Ansonsten wird das Projekt durch inkonsequente Umsetzung  auf die lange Bank geschoben und letztlich gar nicht realisiert. Wir hoffen, dass euch unsere Tipps und Tricks zur Planung weitergeholfen haben und wünschen euch bei der Planung und Verwirklichung eurer Longboard-Tour viel Spaß und Erfolg!


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