Longboard Dancing mit Deborah Keser

Deborah Keser ist 31 Jahre und kommt aus Neuss. Das Longboard Dancing hat sie vor ca. 10 Jahren begonnen. Ihr großer Erfolg  war der 1. Platz bei dem wohl größten Dancekontest SYCLD – So.. You Can Longboard Dance – in Eindhoven 2016. Es ist so etwas wie die Weltmeisterschaft im Dancing Longboard.Da uns Longboarddancing unglaublich gefällt, haben wir Deborah über ihr Insta Profil angeschrieben. Und wir konnten unser Glück kaum fassen, sie hat uns für ein Interview zugesagt. Anbei das Interview mit der Longboard Dancing „Weltmeisterin“ Deborah Keser

Longbaord Dancing mit Deborah Keser

Für mich ist es immer schön, andere Menschen zu etwas inspirieren zu können, insbesondere

Frauen und Anfänger*innen.Deborah Keser,

Deborah ist in Neuss geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur ist sie dann nach Köln  und hat Kommunikationsdesign studiert. Danach hat sie als Illustratorin gearbeitet und ist seit 2015 für das Produktmanagement von BTFL Longboards zuständig. Also mitten in ihrem Lieblingsthema. Dieser Aufgabenbereich reicht von der Größe der Rolle, der Konstruktion des Boards hin zu den Grafiken. Das macht ihr großen Spaß, weil sie gerne zeichnet und eben Longboard Dancerin ist. Es ist somit die ideale Verbindung zwischen Hobby und Beruf.

 

Interview mit Longboard Dancerin Deborah Keser

 

Longboard-kauf.de: 

„Deborah, wie alt bist du, und Wann hast du das Longboard fahren angefangen?

 

Deborah:

Ich bin jetzt 31, mein erstes Board habe ich mir 2009 gekauft. Ich war schon immer vom Skateboarden fasziniert, habe mich aber nie wirklich getraut. Als mein damaliger Freund sich ein Longboard kaufte, habe ich es ausprobiert, und war sofort angefixt. Ich habe mir sehr schnell ein eigenes Board zugelegt.

Also ein wenig zurück gerechnet war ich damals 20 Jahre, hatte gerade angefangen zu studieren und habe parallel das Longboard fahren begonnen.

 

Longboard-kauf.de:  Wie bist du auf das Longboard Dancing gekommen?

 

Deborah: Ein sehr guter Freund brachte mich schließlich zum Longboarddancing. In Köln entstand damals gerade eine kleine Longboard Dancing Szene und ich war mittendrin.

Das war so etwa 2010. Wir fingen an, Tricktip Videos von Adam&Adam auf Youtube zu schauen und die Tricks nachzumachen. Ich lernte darüber auch meine langjährige und sehr gute Freundin Melanie kennen, die sich unserem Dancing-Duo anschloss. Wir lernten andere Leute aus der Longboard-Szene kennen (die war damals sehr klein) und trafen uns mehrmals wöchentlich zum Skaten. So kam das Longboard ins Rollen.

 

Longboard-Kauf.de:

Was waren deine größten Erfolge und Misserfolge als Longboard Dancer?

 

Deborah:

Mein persönlicher größter Erfolg ist die 8×4 Kampagne. Diese Erfahrung war so wunderbar und abenteuerlich, dass ich dafür ewig dankbar sein werde. Das Team war einfach fabelhaft und wir hatten vier wirklich anstrengende aber zugleich tolle Tage, an denen viele Kreative Köpfe zusammenkamen.

 

Ein weiterer großer Erfolg war der 1. Platz bei dem wohl größten Longboard Dance Kontest SYCLD 2016. Aber auch letztes Jahr habe ich einen Kontest in Berlin gewonnen, bei dem die Konkurrenz ähnlich stark war. Mein größter Schrott hingegen war wohl die Teilnahme am SYCLD-Kontest 2019. Nachdem ich zu Beginn meines ersten Runs einen Trick verhauen habe, war ich derart aus dem Konzept gebracht, dass ich ein totales Blackout hatte. Kontests machen mich nach wie vor unheimlich nervös, sodass ich mir meine Runs immer schon vorher zurechtlege. Spontan zu improvisieren ist dann eher nicht mein Ding 😉.

 

Longboard-Kauf.de:

Kann man vom Longboard Dancing leben?

Deborah:

Ich selbst kann nicht direkt davon leben, aber klar indirekt schon, da ich ja bei BTFL Boards arbeite. Ich hatte aber schon einige Werbejobs, von denen mein bisher größter die 8×4 Kampagne 2019 war. Hätte ich einmal jährlich einen solchen Werbejob, dann könnte ich wohl davon leben, aber eine Kampagne von solchem Umfang war bisher einmalig. Mein Plan für die Zukunft besteht aber darin, Longboardkurse anzubieten. Ich habe bereits viele Kurse in Kooperation mit Skateshops und Vereinen gegeben und möchte das nun auf eigenem Wege probieren. Ich habe so viel Erfahrung und so viel geübt, dass ich oft erkenne, was andere Menschen falsch machen, wenn sie beim Longboarden nicht weiterwissen. Dieses Wissen kann ich gut vermitteln und möchte es gerne weitergeben.

 

Longboard-Kauf.de:

Danke, Deborah, sobald du mit den Kursen wieder einsteigst, werden wir gerne hier berichten.

Wie lange übst du um z.B.  diese Longbaord Tricks so gut hinzubekommen?

 

Longbord Dancing mit Deborah KeserDeborah

Das ist schwer zu sagen, da die Longboard Tricks sehr verschieden sind. Der letzte Longbaord Trick aus der ersten Line auf meinem Instagram Video, das Du herausgesucht hast,  ist ein Full Cab No Comply und er besteht aus zwei Tricks: Einem fakie Pivot und einem No Comply. Für diese beiden habe ich schon ein Jahr gebraucht. Die Kombination aus beiden, ohne das Board abzusetzen, so gut hinzubekommen, hat dann nochmal ein Jahr gedauert. Insgesamt also 2 Jahre. Das Gleiche gilt für den One-Foot-Nosemanual am Ende. Wer schon mal Nosemanuals geübt hat, weiß, wie lange das dauert 😉

 

Longboard-Kauf.de:

 

Puh, das ist lange und es sieht so leicht und schön aus, wenn du die Longboard Tricks machst. Welche Tipps kannst du Einsteiger*innen geben?

 

Deborah

Ich habe häufig erlebt, dass Anfänger*innen von Videos bei Instagram inspiriert waren und deshalb mit dem Longboard Dancing angefangen haben. Nach drei Monaten war der Frust dann groß, weil es bei ihnen einfach nicht so flüssig aussieht wie in den Videos. Mein Tipp ist daher, sich nicht von Videos beirren zu lassen. Alle haben mal angefangen und sind holprig übers Board gestolpert. Die Leute, die man bei Instagram sieht, machen das einfach schon seit Jahren und sehr intensiv. Dessen sollten sich alle, die mit dem Longboarddancing anfangen, bewusst sein. Um so gut zu werden, braucht man Geduld, Zeit und Überwindung. Das Gleiche gilt für Beginner*innen. Alle haben sich daran üben müssen, richtig zu bremsen, zu pushen und kontrolliert zu fahren. Das sind Zeiten, und vielleicht die ein oder andere peinliche Situation, durch die muss man einfach durch. Wenn man sich generell mit Schonern wohler fühlt, dann sollte man auch welche tragen. Das gilt insbesondere für diejenigen, die große Angst haben, zu stürzen. Je mehr Übung jemand hat, desto besser wird’s. Das gilt für den Anfang und auch sonst für alles, was man beim Longboarden erreichen will 😉

 

Longboard-Kauf.de:

Welche Boards fährst du?

 

Deborah

Ich bin Teamfahrerin der Firma Simple Longboards. Mein Board, welches ich momentan fahre, heißt EDINA. Außerdem habe ich ein Yusuf, ebenfalls von Simple Longboards, welches ich als Stadtflitzer benutze.

 

Longboard-Kauf.de:

Vielen Dank Deborah für den Einblick in dein Leben als Longboard Dancer und das klasse Interview. Sag uns Bescheid, wenn es etwas Neues von Dir gibt!

 

Designed by Deborah:

* Preis wurde zuletzt am 18. Oktober 2020 um 8:49 Uhr aktualisiert

* Preis wurde zuletzt am 18. Oktober 2020 um 8:50 Uhr aktualisiert

* Preis wurde zuletzt am 18. Oktober 2020 um 8:50 Uhr aktualisiert


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